Der Neumond

Seit ungefähr einem halben Jahr findest du nun meine Videos auf Youtube. Ich war gespannt, wie sie sich entwickeln und ob es Unterschiede beim Schauen zwischen den Yogavideos und Vollmond-Meditationsvideos gibt. Und es gibt sie ganz eindeutig! Die Vollmondmeditationen liegen klar vorne. So dachte ich mir, wäre es schön, ich könnte mehr Meditationsvideos veröffentlichen und suchte nach Ideen im Netz. Und da erschien mir der Neumond ?

 

Zum ersten Mal kam ich bewusst mit dem Neumond „in Kontakt“, als wir mit unserem Wohnmobil vor beinahe 35 Jahren in Sankt Peter Ording am Strand standen und dort übernachten wollten (ja – damals durfte man das noch) Ein Bekannter, der dort zur Kur war, erzählte, dass vor einer Woche Springflut war und der ganze Strand unter Wasser stand. Das sei meist so bei Neumond, wie er sagte. Und nicht so gut, wollte man dort übernachten...

 

Dass man bei Vollmond nicht so gut schlafen kann oder auch mehr Babys geboren werden, weiß man ja. Auch wenn Wissenschaftler dies immer wieder zu widerlegen versuchen. Aber, dass auch der Neumond Auswirkungen zeigt, war mir bis dahin neu.

 

Da lag es für mich nahe mich etwas eingehender mit dem Neumond zu beschäftigen. Was ich dabei erfahren habe, erzähle ich dir hier:

 

Der Neumond markiert also den Tag 0 des Mondalters. Das Mondalter ist immer ein Zyklus von Neumond bis Neumond. Der Vollmond erscheint dann genau 14 Tage nach dem Neumond und der Mond braucht 29,5 Tage um sich um die eigene Achse zu drehen und dabei einmal die Erde zu umrunden. Das heißt, danach fängt wieder das neue Mondalter, eine neue Mondphase, mit dem Neumond an. Die Naturvölker waren der Meinung, dass das Nachtgestirn neu geboren wird und der neue Vollmond geboren wird.

 

Bei Neumond geht der Mond gleichzeitig mit der Sonne auf und unter. Nur bei Neumond gibt es eine Sonnenfinsternis. Der Mond steht dann nämlich zwischen Sonne und Erde und verdeckt die Sonne. Bei Nacht wird dann der Mond nur vom reflektierenden Licht des Erde bestrahlt. Ist die Nacht sehr klar, kann man daher eine leicht schimmernde Scheibe am Himmel entdecken. Erscheint der Neumond in einem Monat ein 2. Mal dann nennt man ihn black moon. Im Kalender ist er daher auch ganz ausgemalt – also schwarz. Im Gegensatz zum blue moon, der Vollmond, wenn er ein 2. Mal in einem Monat auftaucht. Im Kalender ist der Vollmond nicht ausgemalt – also ein Kreis. Das geschieht ungefähr alle 2,5 Jahre.

 

So viel zu den Fakten, die man sehen und berechnen kann. Mit jedem Neumond beginnt ein neuer Zyklus. Interessant sind die Energien, die mit den Mondphasen zusammenhängen. Etwas angedeutet hatte ich es bereits, z.B. mehr Geburten bei Vollmond. Die Ärzte verneinen das. Aber eine alte Freundin von mir, die Kinderkrankenschwester auf der Geburtsstation war, berichtete von überfüllten Betten bei Vollmond auf ihrer Station.

 

Ich sprach schon die Urvölker an. Sie nennen den Neumond auch Dunkelmond. Er ließ Angst bei ihnen aufkommen, da es sich um eine nicht sichtbare Lichtgestalt handelt. An anderen Tagen, war der Mond sichtbar, aber bei Neumond konnte man nur die Energien spüren. Und die waren teilweise erheblich! Da kam dann wieder meine erste Neumonderfahrung zu Tage: Der Mond in jeder Phase wirkt sich auf die Erde aus. Und bei Neumond gibt es häufig starken Regen, Unwetter und am Meer eine Springflut. Also alles Dinge, die sich damals niemand erklären konnte. Der Mond war unsichtbar. „Die Götter wüteten auf der Erde“. Daher gab es bei ihnen Rituale, die die Angst verbannen und den neuen Mond wieder herbeizuzaubern sollte. Jedes Mal mit Erfolg ?

 

Der Neu-Mond gibt quasi den Startschuss in jeder Mondphase. Etwas Neues will entstehen, sich entwickeln. Mit aller Kraft und großer Energie. Er steht für Erneuerung, für Frühling, das Wachstum. Alles beginnt von Neuem. Im Frühling geht allmählich die Saat auf. Blumen und Bäume beginnen wachsen und zu blühen, alles erwacht zum Leben.

 

Und so kannst du die Energie des Neumonds auch für dich nutzen. Beziehst du diese Phase auf dein Leben, so kannst du Vorhaben, die du geplant hast, endlich in die Tat umsetzen. Wolltest du nicht immer schon einmal Fasten? Oder deine Ernährung umstellen? Wolltest du vielleicht mehr Bewegung in dein Leben bringen oder mit dem Rauchen aufhören? Dann ist der Neumond der richtige Zeitpunkt damit zu beginnen.

 

Und auch gesundheitlich nimmt der Neumond Einfluss. Therapien schlagen besser an und man ist weniger schmerzempfindlich. Alles was du beginnst, was den Körper betrifft, wirkt sich jetzt positiv aus.

 

Aber – geht es dir auch so? Du bist dir irgendwie sicher, dass du etwas verändern möchtest. Nur was, das weißt du nicht so genau. Es ist einfach so ein unbestimmtes Gefühl. Du möchtest so gerne etwas verändern, aber bist unsicher, ob der Gedanke, den du gerade dazu hast, dich tatsächlich auf den richtigen Weg führt.

 

Dabei hilft dir dann die Meditation. Dein Geist kommt zur Ruhe. Dein Herz öffnet sich und es entsteht eine Idee, eine Ahnung, welche Richtung du einschlagen kannst.

 

So habe ich jede Menge Informationen gesammelt und Ideen für Meditationen zum Neumond gewonnen. Du kannst dich also freuen. Am Donnerstag, den 17. September 2020 ist wieder Neumond. Meine erste Meditation dazu steht dann im Netz. Eins kann ich dir versprechen: Diese Meditation wird ganz anders sein, als meine Vollmondmeditationen. Schau also auf jeden Fall rein und lass dich von mir anleiten.

 

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Ich freue mich auf dich!

 

Namasté

Drehungen im Yoga

Drehungen sind Bestandteil fast jeder Yogastunde. Die Drehung findet in der Wirbelsäule statt. Jeder einzelne Wirbel rotiert je nach Möglichkeit so weit es die Bänder, Sehnen, Faszien und Muskeln zulassen. Dabei können Drehungen sowohl in der Rückenlage, Bauchlage, Sitzen und im Stand durchgeführt werden. Und jedes Mal wird ein anderer Bereich der Wirbelsäule angesprochen.

 

Wird im Liegen der obere Rücken fixiert, der gesamte Schultergürtel liegt also am Boden, so findet die Drehung im unteren Rücken statt. Im Sitzen ist das Becken, somit der untere Teil der Wirbelsäule fixiert und die Drehung findet im oberen Rücken statt. Im Stand ist es dann möglich die gesamte Wirbelsäule zu drehen.

 

TeilnehmerInnen, die an einer Yogastunde mit vielen Drehungen teilgenommen haben, stellen fest, dass sie vollkommen erfrischt und mit guter Laune nach Hause gehen. Woran liegt das?

 

Jedem einzelnen Wirbel können Organe, Körperteile und somit auch Krankheiten und Einschränkungen zugeordnet werden. Arbeitet man also, wie hier in den Drehungen, an der Wirbelsäule, so nimmt man Einfluss auf die Organe und Körperteile und kann so auf Krankheiten und Einschränkungen einwirken.

 

Schauen wir uns zunächst die Wirbelsäule an: Sie besteht aus 24 beweglichen Wirbeln, die durch Bandscheiben untereinander gedämpft werden. Verbunden sind die Wirbel mit Sehnen, Bändern und kleinen Muskeln, die es ermöglichen, dass die einzelnen Wirbel sich bewegen können und so Bewegungen im Oberkörper stattfinden kann. Die Wirbelsäule steht im Körper aufrecht und ist leicht gewellt. Dadurch können Stauchungen z.B. durch Sprünge abgefedert werden.

 

Vereinfacht ausgedrückt sehen die Wirbel an sich eher aus wie ein Ring mit seitlichen Auswüchsen. Durch die Anordnung der Wirbel übereinander entsteht so ein Kanal. Neben dem Rückenmark verlaufen dort die Nerven vom Gehirn zu den einzelnen Organen.

 

Mit der Zeit und bei zu wenig oder einseitiger Bewegung „verschleißen“ allmählich die Bandscheiben. Sie werden dünner und irgendwann reiben im schlimmsten Fall die Wirbel aneinander. Das führt dann dazu, dass die Nerven, die aus der Wirbelsäule zu den Organen führen in ihrer Funktion gestört werden und die Organe irgendwann nicht mehr richtig arbeiten können.

 

Wie wirken sich die Drehungen auf die Wirbelsäule mit ihren Bestandteilen aus?

 

Nun: dreht sich die Wirbelsäule, werden dabei die einzelnen Wirbel ein wenig auseinander gezogen. Dabei kommt wieder mehr Flüssigkeit an die Bandscheiben und sie werden allmählich wieder etwas dicker. Durch ein dynamisches Üben, also Drehung in der Bewegung, passiert also das Gleiche, als wenn man einen Schwamm unter Wasser immer wieder zusammendrückt und wieder loslässt. Er nimmt langsam immer mehr Wasser auf. Genau das passiert in der Drehung mit den Bandscheiben.

 

Gleichzeitig werden die Bänder, Sehnen, Faszien und Muskeln an der gesamten Wirbelsäule gedehnt. Sie werden immer flexibler und stärker. Die Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt. Außerdem werden in der Drehung die inneren Organe massiert, vor allem die Leber und die Nieren. Dadurch findet eine erhöhte Entgiftung statt und die Verdauung wird angeregt. Daher sollte man nach einer solchen Yogastunde genügend Wasser trinken.

 

Die gesunde Wirbelsäule hält den Körper aufrecht. Energetisch betrachtet, laufen die drei größten Energiekanäle an der Wirbelsäule entlang. Die Chakren liegen auf der Wirbelsäule. Mit anderen Worten: Gerade mit den Drehungen im Yoga werden sämtliche Energien angesprochen und ausgeglichen. Drehungen gehen immer über die Mitte des Körpers. Es beeinflusst ganz besonders das Sonnengeflecht und das Manipura Chakra. Dieses wird auch als Zentrum der Lebensenergie bezeichnet.

 

Ebenso aktivieren Drehungen den Sympathikus (im Gegensatz zum Parasympathikus – zusammen das vegetative Nervensystem). Der Sympatikus aktiviert den Körper und bereitet ihn auf Aktivitäten vor. Im Gegensatz zum Parasympatikus, der den Körper zur Ruhe kommen lässt.

 

Im Yogaunterricht mit Drehungen im Mittelpunkt werden also viele Zustände ausgeglichen, die im Alltag vernachlässigt werden. Die Muskulatur verkürzt sich. Sie hält nicht mehr richtig. Rückenschmerzen in den verschiedenen Bereichen entstehen.

 

Was muss bei Drehungen um Unterricht beachtet werden?

 

Die Wirbelsäule sollte so aufrecht wie möglich gehalten werden. Nur dann haben die einzelnen Wirbel die Möglichkeit sich so weit wie möglich zu bewegen. Ganz besonders wenn man im Sitzen dreht.

 

Die Drehung sollte auf keinen Fall zu weit gehen. Es sollten nie Schmerzen entstehen. Am besten man tastet sich langsam an die maximale Drehung heran und spürt dabei in den Körper hinein. Ein Wettstreit und Vergleich führt nur zu Verletzungen.

 

Drehungen sollten immer zu beiden Seiten geübt werden. Die Seiten werden gedehnt, auch die kleine Muskulatur an der Wirbelsäule. Vernachlässigt man eine Seite, verkürzen sich dort allmählich die Muskeln, die Faszien verfilzen.

 

Wichtig ist, dass der Körper für die Drehung aufgewärmt wird. Geht man also in eine asana und hält für eine Zeit, dann bereitet man den Körper mit dynamischen Drehungen vor. Erst sanft, dann immer intensiver. Zum Schluss nimmt man die Haltung in der dann möglichen maximalen Drehung ein.

 

Jede intensive Drehung sollte immer mit einer sog. „geraden“ Übung ausgeglichen werden, also eine einfache Vor-/ oder Rückbeuge, eine dynamische Schulterbrücke oder apanasana.

 

So kann dann jedeR die Vorzüge der Drehungen genießen. JedeR spürt die neue Energie, den Tatendrang. Man hat Stress abgebaut und das innere Gleichgewicht wieder hergestellt.

 

Drehungen findest du in meinem Video. Bestellst du meinen newsletter, sage ich jedes Mal Bescheid, wenn ich ein neues Video veröffentliche.

 

   Yoga auf dem Hof Oberlethe

Es war so schön im letzten Jahr zusammen mit dir ein Wochenende auf dem Hof Oberlethe zu verbringen. Da würde ich mich sehr freuen dich auch im kommenden Jahr dort wieder zu sehen!

 

Ich bin auf jeden Fall wieder dort. Und zwar vom 8. Januar bis 10. Januar 2021. 

 

Und vielleicht warst du ja nicht mit dabei. Dann interessiert es dich wahrscheinlich, welches Yoga-Thema wir dort zum Jahresbeginn erarbeiten möchten.

 

Falls du Fragen dazu hast oder wieder mit dabei sein möchtest, melde dich gerne bei mir unter mail@gaby-slomka.de

 

Ich freue mich schon jetzt auf deine Nachricht!